Alter Heidkrug in Kayhude

Feine deutsche Hausmannskost mit nostalgischem Charm

Über 300 Jahre Heidkrug

An der Oberalster liegt der Heidkrug, das den Vorteil hat, nicht nur am Alsterlauf zu liegen, sondern auch an der alten, bereits im späten Mittelalter nachzuweisenden Verbindungsstrasse von Hamburg nach Segeberg. Ein Jahr nach Beendigung des 30. jährigen Krieges, 1649, ist der Heidkrug einwandfrei nachzuweisen.
Dreizig Jahre später, 1682, erscheint der Name Heidkrug erstmalig in den Gutsakten der adeligen Güter Jersbek und Stegen unter Grenz und Wegsachen. Der Holzvogt auf dem Heidkruge war aber auch gleichzeitig der hamburgische Schleusenwärter der ersten Alsterschleuse. Es entsteht die Frage, wo aber war der Gastwirtschaftbetrieb; im Pachthof Heidkrug oder im Schleusenhaus auf der Hude? 1809 wurde der Meierhof Heidkrug mit der Gastwirtschaft, dem Wohnhaus nebst Viehhaus und den dazu gelegenen Ländereien auf zwölf Jahre vom Maitag 1809 bis Maitag 1821 verpachtet. Am 3. September 1822 wurde im Heidkrug eine Poststation eingerichtet. Im Jahre 1836 wird der Heidkrug wiederum auf 14 Jahre erneut verpachtet. In diesen vergangenen Jahrzehnten ist der Heidkrug auch ein Treffpunkt der Butterhändler gewesen, die Butter bei den Bauern aufkauften und sich dann im Heidkrug trafen.
Im Jahr 1935 erwarb Gastwirt Carl Arriens den „Alter Heidkrug“ mit dem Grundstück in der Gemeinde Kayhude. Die in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute große Scheune für den Fracht- und Postverkehr an der Westseite des Gasthauses wurde 1937 von den neuen Besitzern zu einem Tanzsaal umgebaut.
Zwei Jahre später,1939, wurde wegen des wachsenden Verkehrs eine große Veranda an der Alsterseite des alten Krughauses angebaut. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches,1945, herrschte in Kayhude wie überall bittere Not. Der Heidkrug überwand jedoch bald die großen Schwierigkeiten und konnte seine Gäste in den folgenden Jahren mit und ohne Lebensmittelkarten zufriedenstellend verköstigen. Diese kamen meistens zu Fuß von der Endstation der elektrischen Kleinbahn in Wohldorf zum Mittagessen und gingen nach dem Essen wieder nach Wohldorf zurück.
Mit dem 21. Juni 1948, dem Tage der Währungsumstellung auf „Deutsche Mark“, hörte dieser Zulauf von Mittagsgästen sofort auf.
Im März 1954 starb Carl Arriens. Seine Frau Frieda und ihr Enkel Kurt Gamerdinger, der schon seit 1946 die Großeltern unterstützte, übernahm mit seiner Großmutter den Betrieb. Im September 1954 entstand unter Leitung von Kurt Gamerdinger, als gelernter Koch aus dem Hause „Vierjahreszeiten“, die große nach Süden vorgelagerte Veranda.
Im Jahr 1956 gründete Frieda Arriens, ihre Tochter Anita Gamerdinger und Kurt Gamerdinger die Firma „Alter Heidkrug“, Arriens K.G., Kayhude.. Kurt Gamerdinger leitete den Betrieb bis Juli 1995.
Nach seinem Tode hat seine Frau Gesa Gamerdinger den „Alter Heidkrug“ mit Unterstützung der beiden Söhne Andreas und Bernd übernommen. Seit dem 01.01.2009 führt der älteste Sohn Andreas Gamerdinger, gelernter Koch (ausgebildet im Hotel „Vierjahreszeiten“) und Hotel-Betriebswirt den Familienbetrieb.